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Wisst ihr noch, wie es war, damals in den 1980ern und 90er Jahren, als MTV und VIVA die neue Jugendreligion waren, und wir tagelang vorm Fernseher gesessen sind, um das neueste Musikvideo unseres Lieblingsstars zu sehen? Es war eine Sensation, wenn bei TRL das neue Britney-Video Premiere feierte und man konnte es nicht erwarten, welche visuellen Ergüsse N*Sync diesmal heimgesucht haben. Dazu kamen natürlich die Live-Übertragungen diverser Konzert-Ereignisse, wie zum Beispiel Destiny’s Child aus Atlanta oder (wieder mal) Britney aus Hawaii. Von den sensationellen und intimen MTV Unplugged-Konzerten ganz zu schweigen. Ja, die Musiksender MTV und VIVA haben Musikvideos salon- und gesellschaftstauglich gemacht, indem sie erstmals die größten Musikstars in unser Wohnzimmer holten und uns vor allem rund um die Uhr mit den neuesten Charthits beschallten. Auch auf die Gefahr hin, wie mein Papa zu klingen: Ja, das waren noch Zeiten.

Heute ist MTV zum Reality-Trash-Sender verkommen und VIVA dümpelt irgendwo unter jeglicher Wahrnehmungsrenze dahin. Das damals Sensationelle dieser Sender ist heute zum fixen und vor allem gewöhnlichen Teil des Alltags geworden: Heute bestimmen nicht mehr die Sender, welche Musikvideos wir wann zu sehen bekommen, sondern via YouTube entscheiden wir selbst, welches Lieblingsvideo wir uns wann zu Gemüte führen – oder auch nicht. Pornos Musikvideos sind rund um die Uhr verfügbar, was zwar nett und praktisch ist, der Glanz ist so aber auch verloren gegangen. Selten, dass neueste Musikclips noch für weltweites Aufsehen sorgen. Weil … meh.

Aber es gibt sie doch noch, die visuell-musikalischen Glanzlichter, die beinahe perfekte Symbiose aus Bildern und Tönen. Musikvideos, die international begeistern oder vor allem Neugierde wecken – und auf YouTube die magische 1 Milliarde-Klick-Grenze überschreiten. Wobei: Ob das wirklich mit Qualität zu tun hat, bleibt mal dahingestellt.

Entscheidet am besten selbst – denn folgend gibt’s die 10 beliebtesten Musikclips von YouTube, die bereits weit mehr als 1 Milliarde mal angeklickt wurden. Logisch, dass hier auch Psy mit seinem Gangnam Style vertreten ist – und auch Taylor Swift und Katy Perry hat man irgendwie erwartet (auch wenn man es nicht wirklich nachvollziehen kann). Aber Enrique Iglesias oder Meghan Trainor? Das ist dann doch überraschend. Justin Bieber? Der ist sowieso nicht zu erklären. Die wirkliche Überraschung aber: Pop-Chamäleon und Musik-Sensation Lady Gaga ist in den Top 10 der meistgeklickten YouTube-Musikclips nicht vertreten. Ist da etwa der Hype größer als die Künstlerin selbst?!

Den gesamten Artikel (mit vielen Videos) findet ihr hier – viel Spaß!

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Bild: (c) YouTube/Screenshot 

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