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Der „Harry Potter“-Star gehört momentan zu den faszinierendsten Gesichtern Hollywoods – und der Feminismusbewegung. Wie es ist, Emma Watson persönlich gegenüber zu sitzen, durfte ich vergangene Woche in London erleben.

Ohne angeberisch klingen zu wollen (na gut, vielleicht ein bisschen): Ich habe im Laufe meiner Karriere schon etliche prominente Personen getroffen. Zum gemütlichen – oder nicht so gemütlichen – Plausch über Gott und die Welt, über das eigene Ego und den Weltfrieden. Selten aber war die Resonanz in meinem (persönlichen und nicht persönlichen) Umfeld so überragend, so emotional, so Augenleuchten-triggernd wie bei meiner Ankündigung, ich würde in wenigen Tagen in London auf Emma Watson treffen. Die aus den „Harry Potter“-Filmen. Die Hermoine. Die Fesche. Die G’scheite. Die Süße. Die Feministin.

„Mah, wie cool!“ war eines der weniger kreativen orgiastischen Bekundigungen aus meinem Umfeld. „Die hat ja erst einen Buchklub gegründet, einen feministischen nämlich!“, klären mich meine männlichen Freunde auf und sind sichtlich stolz, das überhaupt zu wissen. „Frag sie, welche Bücher sie empfehlen kann!“ wird mir ebenso aufgetragen wie die Aktivierung all meiner Sinne: Ob sie tatsächlich so hübsch sei wie in all den Filmen? Und ach, wie intelligent die Emma nicht ist! Und dass das Treffen sicher „magisch“ sein werde, diesen Witz konnte man sich auch nicht verkneifen (nämlich ich selbst nicht, in einem weniger glanzvollen Moment). Auch in London selbst werde ich von der mir fremden Supermarkt-Dame bewundert. Ob ich denn hier auf Besuch sei, will die nette Kassiererin wissen (okay, anscheinend muss ich noch an meinem britischen Akzent arbeiten). „Ja, ich treffe in einer halben Stunde Emma Watson“, antworte ich, wahrscheinlich mit nicht weniger Begeisterung in meiner Stimme als meine Freunde. Überraschtes Gesicht, das sich sogleich in ein seliges Lächeln verwandelt. „She’s such a lovely lady!“, meint die Dame verträumt und ist in dem Moment wohl nicht mehr bei Tesco, sondern in Hogwarts. Kurz kommt mir der Gedanke, ob ich in wenigen Minuten so etwas wie eine Audienz bei einem britischen Nationalheiligtum habe und glaube, dass ich damit gar nicht so falsch liege. „I wish you the best of luck“ meint sie dann noch abschließend, aus welchem Grund auch immer. Meine Erwartungen sind also groß, meine Neugier steigt ins Unermessliche.

Den gesamten Artikel findest Du hier – viel Spaß!

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