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Mit “Real Life by Papis Loveday” beschreitet Austrias Next Topmodel neue Wege und zeigt Mut zur Veränderung. Das neue Konzept tut der Show gut, die Dramaturgie nervt endlich nicht mehr. Und sogar die KandidatInnen zeigen neue Seiten an sich.

In den letzten Wochen kam ANTM (eh schon wissen, Austrias Next Topmodel, nicht – RIP – Americas Next Topmodel) weder bei Fans noch bei Kritikern (okay, da wohl sowieso nie) nicht wirklich gut weg. Zu langweilig die Shootings, zu chaotisch das Auswahlverfahren, zu offensichtlich das Dramaturgie-Gehabe der Puls 4-Redaktion. Da werden KandidatInnen nicht rausgeworfen, sondern wieder zurückgeholt, dann wieder rausgeworfen, dann wieder zurückgeholt. Dann ist er plötzlich nicht mehr da – Max – , dafür dann wieder der andere – Tassilo. Da kickt man KandidatInnen raus, die sich durchaus nicht blöd bei den Challenges angestellt haben und sogar Modelpotenzial erkennen lassen – Patrick, Katja -, lässt dafür Jungs und Mädels im Rennen, die einzig und allein dafür da sind, um der Show Leben und Spannung und Kontroverse einzuhauchen – Gloria, Bernhard, Melisa. Wobei, Melisa, die ist ja sowieso so eine eigene Sache. Aber dazu später. Und manche Dialoge wirkten obendrein tatsächlich mehr als gestellt – etwas, das man in dieser Art von ANTM noch nicht kannte. Tradition sind allerdings schon bis zum Erbrechen hingebogene Möchtegern-Liebeleien zwischen den KandidatInnen – Mia & Bernhard, Patrick & Gloria -, wo sogar dem größten Naivling vor dem Bildschirm klar sein dürfte, dass sich hier so rein gar nix abspielt. Da hilft auch der raffinierteste Schnitt und der spöttischte Off-Kommentar nichts.

Es schien also alles so, als ob die aktuelle Staffel von ANTM schon alle Karten verspielt hätte. Um das Klischee zu strapazieren: Liebes Puls 4, wir haben heute leider kein Foto für dich. Und dann aber, plötzlich, vorherige Woche, da kam frischer Wind in die Modelshow (sorry, Tassilo, damit bist nicht Du gemeint). Weil jetzt plötzlich verlässt man eingefahrene Wege, traut sich an Neues heran. Klar von der MTV-Reihe „Real Life“ inspiriert, müssen sich die letzten verbliebenen KandidatInnen „ganz allein“ durch die „Modemetropole“ Hong Kong durchschlagen. Müssen sich allein Jobs beschaffen, sich in einer fremden Stadt zurechtfinden, Social Networking betreiben. Das echte Leben eines Models halt, wie uns Zusehern immer wieder während der Folge versichert wird.

 

Die gesamte Story (plus viele Fotos) gibt’s hier – viel Spaß!

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