Schlagwörter

, , , , ,

Man weiß halt immer erst, was man hat, wenn es verloren ist. Das ging mir die ganzen sechs Stunden (!) durch den Kopf, als ich gestern Abend zum letzten Mal bei der Überdrüber-Prime-Time-Show „Schlag den Raab“ dabei war, dem „Wetten, dass…?“ der VIVA-Generation. Hätte ich doch bloß öfter reingeschaut. Bei „Schlag den Raab“. Bei „TV Total“. Beim Turmspringen. Genauso, wie man wohl öfter einen guten Freund anrufen sollte. Oder die Oma im Altenheim öfter besuchen sollte. Man nimmt es sich immer vor, und am Ende hat man’s doch nicht getan. Gott sei Dank, die Oma ist noch da, der gute Freund auch. Stefan Raab nicht mehr. Ab heute ist er weg. Das Fernsehen ist Raab-los.Heißt auch: Innovativ-los. Spaß-los. Mut-los.

Na gut, so schlimm ist das alles dann doch nicht. Weil bei der Oma ist’s oft langweilig und der Freund kann ganz schön nerven.

Eine Ära ist auf aber auf jeden Fall zu Ende gegangen.

Ein Großer hat den TV-Zirkus verlassen. Einen Zirkus, dessen furchtloser Direktor er jahrelang gewesen ist. Dessen Clown, Dompteur, Löwenbändiger und Trapezkünstler er zugleich war. Der das Publikum im Griff, aber auch verloren hatte. Der immer ohne Sicherheitsnetz spielte, taktierte und meistens auch sicher am Boden ankam.

Auch in seinen letzten Tagen zeigte Raab, dass er Großes, aber auch Unterirdisches zugleich leisten kann. Denn die letzte Ausgabe von „TV Total“ und „Schlag den Raab“ (SdR) konnten sich nicht stärker voneinander unterscheiden.

 

Den gesamten Artikel (plus viele Fotos!) gibt es hier – viel Spaß!

Advertisements