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Geschichten zu erzählen, zu verkaufen, das ist das täglich Brot von Künstlern. SchauspielerInnen werden zu anderen Personen und bringen uns eine Welt nahe, die fremd und bekannt zugleich ist. SängerInnen säuseln, trällern und quietschen auch manchmal von der großen Liebe, der Freiheit, die die Welt einem verspricht, oder … der großen Liebe und wie man an ihr zu ersticken droht, hat man sich einmal an ihr verschluckt. Ja, sogar Journalisten tun am Ende des Tages nichts anderes, als Geschichten zu erzählen. Weil: Geschichten sind der Motor unseres Lebens, sie lassen die Erde weiter drehen und erlauben es uns, zu träumen und Dinge zu verstehen, die manchmal außerhalb unseres Horizonts liegen mögen. Als Kinder sind wir mit Gute-Nacht-Geschichten eingeschlafen. Als Erwachsene brauchen wir immer noch Geschichten, um in der Nacht ruhig schlafen zu können.

Ob sich Carrie Underwood, die Beyonce der Countrymusik, so viel über die Bedeutung des Geschichten-Erzählens gemacht hat, ist fraglich. Ihr neues, mittlerweile fünftes Studioalbum, hat sie jedenfalls „Storyteller“ genannt – und im Gegensatz zu ihrem vorherigem Album „Blown Away“, das seinem Titel leider nur in geringem Maße gerecht wurde, präsentiert sich Underwood auf der aktuellen Scheibe tatsächlich als vielseitige und vor allem sexy Geschichtenerzählerin, die Wert darauf legt – wie es ja bei einer guten Story sein soll -, keine Langeweile aufkommen zu lassen: Da singt sie zum einen detailreich über eine öffentliche Affäre, die vor Gericht endet, aber auch über Gewalt in der Ehe, die zwar nicht vor Gericht, aber mit dem Tod endet. In „Dirty Laundry“ geht’s Machos und Ex-Boyfriends an den Kragen, während sie in der Leadsingle „Smoke Break“ (läuft aktuell auf allen Country-Sendern auf Powerplay) das Schicksal einer hart arbeitenden Mutter bedauert und klar stellt, dass es gar nicht immer so leicht ist, eine „gute Christin“ zu sein (amen, Schwester!). Weil, das dürfen wir nicht vergessen – und lässt Underwood auch nicht zu -, es handelt sich bei „Storyteller“ immer noch um ein Country-Album. Also dürfen auch Songs über die Romantik, die Unabhängigkeit, über das Erwachsenwerden und das Wunder des Mama-Seins (Underwood ist frischgebackene Mutter) nicht fehlen.

Den ganzen Artikel (plus Fotos und Video) findest Du hier – viel Spaß!

Unknown

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