Schlagwörter

, , , , , , ,

„I’m sick and tired of living in your shadows“ singt Adam Lambert, die derzeit vielleicht interessanteste Figur im Popzirkus, auf seinem neuen Album „The Original High“. Wen er damit meint, ist nicht ganz klar. Die Kultband Queen, mit der er als Freddy Mercury-Nachfolger die letzten Monate durch die Welt getourt ist und für ausverkaufte Hallen gesorgt hat? Sein Glam Rock-Image, von dem Lambert nicht so ganz weiß, ob er darin aufgehen oder es doch lieber in die hinterste Ecke seines Künstler-Herzens verbannen soll? Seine Sexualität, mit der spielt und sie dann doch auch abtut als „nur eine seiner vielen Persönlichkeits-Facetten“? Oder sein Castingshow-Image, das ihm bis heute anhaftet, obwohl Lambert seit seinem (Beinahe-) Siegeszug bei „American Idol“ JAHR immer und immer und immer wieder bewiesen hat, dass er so viel mehr ist als ein weiterer gesichts- und farbloser Castingmutant?

Irgendwie will Adam Lambert  auf “The Original High” all das zurücklassen, scheint aber gleichzeitig auch Angst vor dem Loslassen zu haben und den nächsten Schritt zu tun. „I tried to believe in God and James Deen but Hollywood sold out“ singt Lambert bedeutungsschwanger  im Album-Opener „Ghost Town“, außerdem: „I died last night in my dream“. Das klingt unsicher. Zugleich aber auch: selbstreflektiert, düster, gar bisserl depressiv. Und weil wir hier ja von Kunst sprechen, lässt sich an dieser Stelle erahnen: „The Original High“, das ist ein ganz besonderes Album. Vor allem: Ein ganz besonderes Adam Lambert-Album.

… oder?

Die gesamte CD-Kritik (plus viele Fotos und Videos) gibt’s hier. Viel Spaß!

Advertisements