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Conchita Wurst reist gerade um die Welt – das tut sie nämlich seit ihrem legendären Sieg beim ESC 2014, weil die Welt die Wurst halt liebt. Conchita tritt auf Festivals auf, in TV-Shows, in Radiosendungen, bei politischen Anlässen, ab 9. November gar im legendären Pariser Variete-Club “Crazy Horses” als allererste Travestiekünstlerin.

Das ist alles toll, löblich gar, und wir sind stolz auf unsere österreichische Wurst. Nur schwingt da auch immer ein bisserl ein bitterer Beigeschmack mit, wenn Conchita irgendwo auftritt, weil: Die Gute hat nur drei Songs. Und mit einer Setlist aus drei Songs kommt man auch mit dem kultigsten Bart und dem einnehmendsten Charme nicht weit. Neben der Self-Empowerment-Hymne “Rise like a Phoenix” (die Conchita aus Not manchmal auch gleich zweimal am Abend anstimmt) schmettert sie “That’s what I am” (immer noch eine Riesen-Nummer und mein persönlicher Wurst-Favourite) und die Titanic-Schnulze “My heart will go on”. Was sie bei der Auswahl des letzten Songs geritten hat, weiß man nicht so recht. Wie auch immer: Damit Conchita nicht zur musikalischen Lachnummer wird (man will ja nicht ewig fremde Songs covern und ihren “Die Große Chance”-Hit “Unbreakable” scheint sie vehement zu verschmähen) und sie ihre musikalische Bandbreite beweisen kann, braucht’s also dringend einen neuen Hit.

Das warten auf den “Phoenix”-Nachfolger hat nun endlich ein Ende – auch wenn das Ganze etwas halbgar ist.

Die ganze Story (plus Video) gibt’s auf meiner Homepage.

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