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Zach Braff präsentiert in seinen Werken männliche Protagonisten weitab von jeglichen Geschlechternormen: Seine Helden sind sensibel, weinerlich und tun alles dafür, mit ihren Gefühlen im Einklang zu sein. Sie sind holde Jünglinge, die von der strahlenden Prinzessin gerettet werden.

Am 10. Oktober startet Zach Braffs (yes, that guy from Scrubs!) neuer Streifen „Wish I was here“ in den österreichischen Kinos. Und weil ich gerade wegen meinem Treffen mit Braff vollkommen im Braff-Fieber bin, hab ich mir kurzerhand nicht nur alle Scrubs-Staffeln auf DVD gekauft, sondern auch endlich nachgeholt, mir „Garden State“ anzusehen, Braffs Regie-Debüt im Jahre 2004. Und auch, wenn ich mir vom hochgelobten Streifen mehr erwartet hätte und Natalie Portman mir in diesem Indie-Werk auf ganz eigenartige Weise tierisch auf den Sack ging, so offenbart „Garden State“, besonders in Verbindung mit „Wish I was here“, dass Zach Braff ein mutigerer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur ist, als man auf den ersten Blick glauben mag.

Denn Braff propagiert kompromisslos in all seinen Werken einen Typ von Mann, der sich in den letzten Jahren immer mehr vom TV-Bildschirm und der Kinoleinwand verabschiedet hat: Sensible Männer nämlich, die nicht nur keine Angst haben, ihre Gefühlswelt zu erforschen, sondern auch auf starke Frauenfiguren angewiesen sind, um das eigene Leben zu meistern. Männer, die keine Angst haben zu weinen, Männer, für die das Meistern der alltäglichen Routine schon schwierig genug ist, auch vollkommen ohne Explosionen, terroristische Anschlägen oder sexuellen Freizügigkeiten. Feminine Männer, könnte man nun sagen, auch wenn man hier vielleicht zu sehr in Rollenklischees tappt.

Die gesamte ausführliche Analyse gibt’s auf meiner Homepage.

Nicht verpassen!

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