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Schon mal aufgefallen? Seitdem Glee die Highschool-Hallen komplett hinter sich gelassen hat und sich vollends dem New Yorker Flair verschrieben hat, darf’s endlich so richtig sexy und erwachsen zugehen. Was eine Wohltat für den Zuseher ist, die Schulkinder hat man den Darstellern grad noch so in der ersten Staffel abgenommen (obwohl…Puck…Mark Salling….als 16-Jähriger… really?!), seit der zweiten Season war’s dann aber nur noch weird. Nicht, dass Glee, auch wenn das der deutschsprachige TV-Raum bis heute nicht kapiert hat, nie eine Kindersendung war und nie sein wollte, aber doch: dem jungen Publikum konnte und wollte man dann doch nicht zu viel zumuten. Sexy war der Sangeschor immer schon, aber halt meist mehr zwischen den Zeilen als zu offensichtlich (von einigen Szenen mal abgesehen).

Jetzt aber sind die Schultage endlich vorbei. Nun gibt’s keine Schwangerschaften mehr, weil man zusammen im Whirlpool gesessen ist (immer noch funny as hell), sondern jetzt gibt’s gleich eine gesamte Episode, die dem Thema STDs – also sexuell übertragbare Krankheiten – gewidmet ist. Whaaat?! Jaja, Glee kann auch das. Darf nun auch das. Und obwohl man letztendlich hier doch wieder der sehr konservativen US-amerikanischen Moralvorstellung nachgegeben hat, wäre solch eine Folge während der Lima-Jahre nicht möglich gewesen. Artie darf endlich mal richtig rumhuren (sorry Artie, aber so war’s halt!) und Blaine und Kurt dürfen endlich wieder mal so richtig sexuell sein. Zusammen. Puh. Aber nicht nur das: Der brave Blaine sieht sich (wenn auch heimlich, aber klar, irgendwie) sogar Internet-Pornos an und tut Dinge, die man dabei halt so macht. Und er schämt sich nicht mal übermäßig dafür, was wohl das Revolutionärste der STD-Episode „Tested“ war.

Aber auch abgesehen vom Sex selbst gibt sich Glee in New York deutlich erotischer – wie diese Szene ziemlich gut verdeutlicht:

WOW! Aber auch:
Wie bitte? Was?
Rachel und Co tanzen sich im sexy Gay-Club einen ab und Blaine traut sich sogar, seine Fliege zu lockern?! Na bumm. Aber, im Ernst, also wirklich: So sexy hat man Lea Michele, Chris Colfer und KollegInnen in Glee selten zuvor gesehen, immer mehr Szenen (und einige der Storylines) erinnern verstärkt an das Erfolgsmusical „Rent“. Und das tut der Serie mehr als gut! Denn Glee war immer schon, trotz kunterbunter perfekt choreografierter Tanzeinlagen, eine Serie, die Charaktere mit hohem Identifikationsfaktor bot. Rachel, Quinn und all die anderen waren wie du und ich, waren unsere Freunde. Und genau das hat die Serie auch in New York beibehalten: die Kids sind keine Kids mehr, sie tun das, was auch wir in diesem Alter getan haben: die große Stadt entdecken, seinen Körper entdecken, die Körper von anderen entdecken, seine Möglichkeiten entdecken und dabei immer eine möglichst gute Zeit haben. Das begann in der vierten Staffel mit der legendären Kiki-Party und gipfelte nun in der Gay-Wir-sind-alle-geil-drauf-Night.

Und, ebenfalls schon bemerkt? Kaum sind die Figuren in New York angekommen, dürfen die Darsteller plötzlich um einiges älter aussehen. Rachels Röcke wurden immer kürzer, das Make-up dafür stärker. Kurt bekommt Muckis und endlich einige Oben-Ohne-Szenen und auch Blaine wirkt plötzlich männlicher. Sam ist seine Bubi-Pubertäts-Frisur losgeworden, Santana hat sich dafür größere Brüste gegönnt (und ebenso immer kürzer werdende Röcke).
Sex sells eben. Das ist nun auch bei Glee endgültig angekommen. Die Quoten könnten es gebrauchen: Die Episode „Tested“ konnte nur noch schwache 2,46 Mio. US-Seher verbuchen.

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