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Am 25. Februar kehrt „Glee“ aus seiner fast 3-monatigen Pause zurück. Das war zwar nervig, so lange warten zu müssen, aber auch verständlich: Das Autorenteam (das, by the way, nur aus Männern besteht – was so einiges erklärt) musste sich darüber klar werden, wohin die Reise gehen sollte, nachdem Hauptdarsteller Cory Monteith Mitte 2013 an einer Überdosis Drogen starb. Das stellte das komplette „Glee“-Universum auf den Kopf. Und bisher nicht gerade zum Besten.

Kritiker und Fans bewerten die aktuelle fünfte Staffel als die bisher schwächste der Serie, zu inkonsistent, zu beliebig (bis auf wenige Ausnahmen) kam sie bisher daher. Sogar die meisten Songs und Performances lassen das vom-Hocker-reißen-Potenzial der vergangenen Staffeln vermissen. Die Gaststars Demi Lovato und Adam Lambert, die ab der ersten Sekunde nachhaltigen Eindruck hinterließen und auch von den Fans gut aufgenommen wurden, fristen seit ihrem Erscheinen ein merkwürdiges Schattendasein, ihr Potenzial wird schmerzhaft (und nicht nachvollziehbar) verschenkt. Zudem konzentriert sich die Serie immer noch zu sehr auf die Highschool-Storys und die neuen Charaktere Jake, Marley und Co.. Nur, dass das eigentlich so gut wie keinen interessieren, sich die Storylines wiederholen und einen abgelutschen Nachgeschmack hinterlassen. NYC mit Rachel, Kurt, Santana und bald auch Blaine ist eindeutig der neue place-to-be in der „Glee“-Welt, da das neue Setting der Serie einen frischen Wind verleiht, den Charakteren Raum zur Weiterentwicklung lässt und v.a. die Möglichkeit bietet, sich erwachsener zu präsentieren – was die Serie in ihrem fünften Jahr dringend nötig hat. Nur schade, dass das NYC-Potenzial immer noch nicht vollends ausgeschöpft wird.

Der neue Promo-Trailer gibt aber Hoffnung. Zumindest ein bisserl. Der Fokus der Episode mit dem klingenden Titel „Frenemies“ liegt auf der Beziehung zwischen Rachel und Santana, die seit jeher vor Zündstoff sorgte und bis dato noch nicht wirklich ausreichend erkundet wurde. Santana agiert als Understudy für Rachels Traumrolle in „Funny Girl“ – und, oh girl, there’s some hot steam between the two divas!

Und das scheint dann so auszusehen: Santana wird eine geknallt (schon wieder einmal), Rachel erweckt ihre innere Barbra Streisand und mitreißende Duette scheinen auch auf uns zu warten. Sogar zwischen Kurt und Elliot wird sich einiges verändern. Und Blaine ist mittendrin. Was sich (leider) um einiges sexier anhört, als es am Ende ist.

Ach ja, in Lima passiert auch was. Sue ist gehässig wie immer. Shue ist enthusiastisch und öde wie immer. Artie und Tina streiten sich (mit wem liegt sich Tina neuerdings eigentlich nicht in den Haaren?!). Stehen also auch in Konkurrenz zueinander und funktionieren somit als Spiegelung der NYC-Story. Aha. Nett, aber verzichtbar.

(Wenigstens scheine die neuen Figuren im Abseits zu stehen. Obwohl ich Jake und Kitty ja ganz gern mag, die dürfen also ruhig ein Liedchen trällern oder sowas).

Trotzdem: Wir freuen uns, endlich wieder „Glee“ in unser Wohnzimmer lassen zu können! Vielleicht hat die Pause dem Autorenteam ja gut getan und die Serie findet wieder zu ihrer alten Stärke zurück.

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