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Heute war es endlich soweit: die Männer-Woche bei „Shopping Queen“ hat begonnen. Neugierig und gespannt war ich, weil ich ja auch in Sachen Shopping für absolute Gleichstellung eintrete und es einfach erfrischend finde, wenn man auch mal Männer beim Outfit-Kauf begleiten kann. Die zwei männlichen Teilnehmer bisher haben ja beide den ersten Platz erreicht und waren auch, ganz ehrlich, verdammt süß. Also, kurz: „Shopping King“ statt „Shopping Queen“ klingt sehr, sehr nett.

Nur, irgendwie: Der Funken wollte zumindest in der ersten Folge nicht überspringen. Zu wenig Harmonie herrscht zwischen den Kandidaten, zu wenig ausgefallen ist das Wochenmotto. „Das perfekte Outfit für deinen Heiratsantrag.“ Wirklich?! Hm. Da werden Männer – bewusst oder unbewusst – wieder in eine bestimmte Ecke gedrängt, die schreit: Als Mann bist du es, der den Heiratsantrag machen muss. Und kurz danach Kinder solltest du Kinder zeugen und einen Baum pflanzen. Dass aber drei der fünf Kandidaten schwul sind (wie, seien wir uns ehrlich, zu erwarten war), lässt dieses Motto irgendwie … wie soll ich sagen … vielleicht sogar gehässig erscheinen. Natürlich, von der „Shopping Queen“-Redaktion war das nicht beabsichtigt, wäre auch unlogisch, schon allein wegen Kretsche-Knuddelbärchen und so. Vielleicht reagiere ich da auch zu empfindlich, und doch musste ich automatisch an die uns verwehrte Öffnung der Ehe denken und an all die Diskriminierungen, die nach wie vor in der Eingetragenen Partnerschaft festgeschrieben sind. Ein Heirats-Motto finde ich da ein bisserl unsensibel. Aber vielleicht liegt es ja auch an mir.

Dass Männer nicht gar so viel modischen Spielraum wie Frauen haben, merkte man auch in der Auftaktsfolge schmerzlich: Jeans, Shirt, Sakko, Sneakers. Done. Okay, das geht auch bei Männern kreativer (und man fragt sich irgendwie schon, wieso der Montags-Kandidat, der wirklich nicht mode-affin ist, bei der Sendung überhaupt dabei ist), aber die Auswahl in den Läden ist halt doch begrenzt. Da hätte es vielleicht noch ein kreativeres Motto gebraucht, um Männer zu modischen kreativen Hochleistungen zu motivieren. Aber heute war ja erst Montag. Vielleicht wird’s ja noch besser. Zum Beispiel mit dem Leoparden-Typen. Auch wenn ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen kann.

(Wirklich süß fand ich zudem nur einen Kandidaten, aber auch hier ist Luft nach oben. Aber vielleicht liegt ja auch das an mir.)

 (c) Screenshot

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