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Alexander Georg, der ersten offen schwule Kabarettist Österreichs, redet gern über Dinge, die jeder wissen will, die sich aber keiner fragen traut. „This is the (new) shit“ traut sich natürlich – und unterzog den sympathischen Kabarettisten den knallharten „New Shit“-Fragebogen.

Noch spielt er nicht in der oberen Kabarett-Liga, aber das wird sich bald ändern: Alexander Georg ist „Österreichs erster offen schwul lebender Kabarettist“, wie er selbst sagt. Und weil sich Schwul-Sein nun mal nicht nur gut verkaufen lässt, sondern auch viele, viele Witze in diesem Bereich angesiedelt sind, nimmt sich Georg in seinen Programmen („Schwul, aber nett“, „Homosexy“) kein Blatt vor den Mund – und beleuchtet die schwule Welt bis in die hintersten Winkel. Winkel, die sich oft auch unter der Gürtellinie befinden. Da erzählt Georg also Witze über Intimrasuren, Penisneid, Frauenparkplätze, Darkrooms und wie das nun ist mit der Rollenverteilung Mann/Frau in schwulen Beziehungen. Er fragt sich, ob Schwule wirklich offener über Sex sprechen als Heteros und was bei einer „Naked-Party“ wirklich passiert.

Klischees? Ja und Nein. Aber Georg rettet sich mit entwaffnendem Charme über manchen „tiefen“ Witz hinweg und steht mit einer Leichtigkeit und einem treffsicheren Gefühl für Pointen auf der Bühne, als hätte er sein ganzes Leben nie etwas anderes getan. Der Mann hat Zeug zum ganz großen Kabarett-Star. Sein neuestes Programm „Homosexy“ im Metropoldi war immerhin bereits sechs Mal ausverkauft.

Name: Alexander Georg

Alter: 49

Kabarettist bin ich seit: 2010. Ich war aber immer schon der Pausenclown in der Schule und im Büro. Lange Zeit hatten aber nur die Kollegen bei Weihnachtsfeiern Mut zum Kabarett –ich hab sie darum immer beneidet. Beim 60.Geburtstag meines Chefs hab ich mich auch endlich getraut und sofort Blut geleckt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich beschlossen, dass es Zeit für mich ist, auf die Bühne zu gehen.

Wie geht es Dir:
Bestens … noch besser wäre kitschig.

Humor ist …: …wenn man in nicht ganz so lustigen Situationen dennoch zumindest über irgendein Detail lachen kann. 

Ich bin schwul, aber …: …(trotzdem) ziemlich nett …

Mein Lieblings-Klischee: Schwule trinken nur Prosecco (ich misch da schon ein bissl Wodka rein).

Wenn Dein Leben verfilmt werden würde – wie wäre der Titel und wer würde die Hauptrolle spielen? Kinofilm oder RTL-Sonntagsmovie? …
„Alexander Georg – vom kleinen Dicken zum sexy Homo“. Die Hauptrolle wäre natürlich von mir selber gespielt: mit den richtigen Spezialeffekten schau ich auch wieder wie 20 aus.

Hast Du an Deiner Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Deine Arbeit zu Deiner Karriere geführt?
Ich habe anfangs eigentlich nur spielerisch und für meine Freunde geschrieben und gespielt. Dadurch hab ich die Liebe gefunden, daran weiter zu arbeiten. Und Arbeit und Konsequenz sind sicher genauso wichtig, wie die Liebe zur Sache, Menschen zum Lachen zu bringen.

Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg – was ärgert Dich mehr und warum?
Das wäre dann wohl mein ungerechtfertigter Misserfolg … mit Sicherheit … Denn so kann ich dem, der ungerechtfertigt Erfolg hat, nicht beweisen, dass ich besser bin.

Was macht Dich trauriger – unerfüllte Träume, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?
Den unerfüllten Träume weint man viel länger nach. Sie sollten in jedem Fall noch erfüllt werden! Jeder erfüllte Traum ist eine schöne Erinnerung.

Das ist neu und gut: Elektroautos (nicht wegen der angeblichen Umweltschonung, sondern wegen der Leistung).

Das ist neu und schlecht: Smartphones immer und überall. Kommunikationskiller.

Das letzte Mal habe ich gelacht, als…: …ich gestern mit meinem Freund im Bett war (Details gibt’s dazu keine).

Das letzte Mal habe ich geweint, als …:
…meine Tante gestorben ist.

Wie leicht fällt es Dir, mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihm im Bett wäre?
… haha … auf einer Skala von 1 bis 10? 10 (DAS schaff ich nicht!)

Lebenslanger aufregender, absolut geiler Sex, dafür Führerschein aufgeben. Oder Führerschein behalten inklusive tolles Auto – was würdest Du wählen? Oder gibt es einen fairen Deal?
Führerschein aufgeben fällt sicher leichter …. dann werde ich eben Rennfahrer, der es mit jedem treibt, der bei Drei nicht aus der Boxenstraße ist.

Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen? Zuerst Nachdenken und dann Forschen.

Besitzt der Mensch einen freien Willen? Gibt es Deiner Meinung nach einen Beweis dafür? Natürlich habe ich einen freien Willen! ICH entscheide, wann ich mein Geld für diese geilen Schuhe aus der coolen Werbung mit diesem geilen Typen ausgebe!

Das gibt es beruflich Neues bei mir: Ich habe beschlossen, 2014 noch viel bekannter zu werden!

www.alexandergeorg.at

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