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Österreich wird eben derart von (jungen) Talenten überschwemmt, dass es diese Woche gleich noch eine Vorstellung in der „Haaaave you met …?!“-Rubrik gibt. Diesmal stellt sich Mario. R. Lackner dem knallharten „New Shit“-Fragebogen. Und Lackner hat etwas zu erzählen. Viel sogar. Denn er ist Autor, Journalist, Politikberater, Creative Consulter und ESC-Besessener. Weil Alles Eins ist.

Personen, sorry: Talente, die in dieser Kategorie vorgestellt werden, konzentrieren sich zumeist auf einen spezifischen Aspekt in ihrer Karriere – wenngleich auch mit viel Kreativität, Mut und natürlich ganz viel Talent: der/die FotografIn fotografiert, der/die SchauspielerIn schauspielert, der/die SängerIn singt, der/die BloggerIn bloggt, der/die VloggerIn vloggt (hihi), der/die FilmemacherIn …. jo, macht Filme. Auch wenn man all die bisher von mir vorgestellten Talente nicht in eine Schublade stecken kann, so kann man sie wenigstens klar einem beruflichen Genre, einer Professionalität zuordnen. Was es für mich als Schreiberling natürlich leichter macht.

Und dann ist da noch Mario R. Lackner.

Was der Mario, der Lackner, eigentlich alles so macht, das muss man sich erst erarbeiten. Und wo man hier eigentlich anfangen soll, an dieser Stelle, zu erklären, zum Vorstellen, das weiß man gar nicht so genau. Denn Mario R. Lackner ist alles – und alles mit Leidenschaft, mit Engagement, mit Talent: Buchautor, Journalist, Politikberater, Creative Consulter und ESC-Fan (na gut, letzteres lässt sich ein bisserl mit den anderen Berufen von ihm vereinen). Und, last but not least, ist er Querdenker. Einer, der über den Tellerrand schaut – und sich auch nicht scheut, seine Meinung kundzutun.

Wo also anfangen? Vielleicht bei „Asta im Winterwald“, Lackners Debütroman, der 2011 erschien, war innerhalb weniger Wochen ausverkauft. Das „Wintermärchen für Erwachsene“ (passendes Weihnachtsgeschenk?!) ist eine Geschichte eines 13jährigen Mädchens, das nach Russland auswandert und dort in die Zauberwelten der osteuropäischen Legenden und Mythen verstrickt wird. Väterchen Frost und seine Brüder passen auf Asta auf. Es ist „eine Mischung aus Fantasie, Gesellschaftskritik und dem aktuellen Weltgeschehen“, schreibt Das Biber. „Eine Geschichte, die einem nicht mehr loslässt“, sagt die Tante aus dem Puls 4 – Mittagstalk. Und ausnahmsweise haben die Guten dort auch mal Recht. Die Story bewegt, zieht einen in seinen Bann und bringt uns vor allem den Reichtum slawischer Mythen, Märchen und Legenden uns Westeuropäern näher. In seinen Multimedialen-Lesungen (nächster Termin: 21.11. um 18.30 Uhr in der Kniga, Alserbachstr. 11, 1090 Wien – NICHT VERPASSEN!) bringt er Asta dem Publikum näher – und zwar auf eine Weise, die es schafft, Lackner vergessen zu machen (also, so quasi) und nur noch Asta vor sich zu haben. Das Mädel aus dem Winterwald. Übrigens: Teil 2 „Asta in den Sommerbergen“ ist kürzlich erschienen, der letzte Teil der Trilogie „Asta im Jahreszeitenland“ ist für 2018 geplant. Ein Großteil des Reinerlöses der Bücher kommt Charity-Aktionen zugute. Also auch noch Gutmensch, dieser Mario. Noch überrascht? (Ach ja, ausgebildeter Dipl. Sexualpädagoge ist er auch noch. Just sayin‘.).

Ja, und dann gibt es da noch den leidenschaftlichen Online-Journalisten Mario R. Lackner, der sich in Form des Chefredakteurs des politischen Online-Magazins „GrenzlandDemokratie“ präsentiert. Das erklärt aber – wie es meistens so ist – Lackner selbst am besten: „GrenzlandDemokratie ist ein Online-Magazin voller Diskursfelder, die mich und meine MittexterInnen in unserer Demokratie bewegen und empören. Lokales wie Regionales, manchmal mit europäischer und immer mit globaler Dimension, da alles mit allem verbunden ist. Frei nach Rilke: ‚Alles ist eins‘.“ Ein nicht unwichtiges Thema bei „GrenzlandDemokratie“ ist der Eurovision Song Contest (inklusive eigenem Blog, what else?!), den Lackner als durch und durch politisches Ereignis ansieht und der, so seine Meinung, sehr wohl kalkulierbar ist. Hätten bloß mal Nadine, Lukas und Natalia auf ihn gehört. Auf den Mario, den Lackner, für den tatsächlich Alles Eins ist.

Name: Mario R. Lackner, amtlich mit „Mag.“ und vielleicht demnächst „Dr.“ vorne dran 😉

Alter: 34

Wie geht es Dir: Entspannt und zuversichtlich.

Darüber schreibe ich am liebsten: Die Schönheit realer/fantastischer Welten, unseren globalen Zerstörungseifer, Lösungsansätze für Politik und Gesellschaft, intensive Erfahrungen und: Vertrauen.

Wie ist die Idee zu GrenzlandDemokratie.wordpress.com entstanden? Vor ziemlich genau einem Jahr beschloss ich (ohne Parteimitgliedschaft) parteipolitisch aktiv zu werden, um in Niederösterreich ein wenig dazu beizutragen, die dortigen demokratischen Strukturen zu stärken – eine essenzielle Grundlage für ausreichend Raum für kreative und innovative Entwicklungen. Raum, der auch über Niederösterreichs Grenzen hinweg Mangelware geworden ist. So kam es, dass ich am 3.3.2013 als Kandidat für den Landtag zur Wahl stand. Der persönliche Blog GrenzlandDemokratie sollte BürgerInnen die Möglichkeit bieten, mit mir direkt in Kontakt zu treten, sowie sich über meine Themen, Charaktereigenschaften und Qualifikationen (für meine etwaige Aufgabe im Landtag in St. Pölten bzw. Parlament in Wien) zu informieren. So die Idee, die sich mittlerweile in ein politisches Online-Magazin verwandelt hat. Ein neuer Ort für Artikel, Interviews und Kommentare „neben der Spur“. Wer mitmachen möchte, einfach bei mir melden!

Und was hat es mit „Asta im Winterwald“ auf sich? Das ist nach meiner wissenschaftlichen Publikation „Sexuelle Rechte in der Ostzusammenarbeit“ das zweite Buch, das von mir erschienen ist. Es ist nicht nur Teil 1 der gesellschaftskritischen/märchenhaften Asta-Romantrilogie, sondern auch (gemeinsam mit Teil 2 „Asta in den Sommerbergen“) eine „multimediale Lese-Show“, wie ich das Ding nennen möchte. Dabei singe und lese ich Passagen aus der Trilogie, lasse Günther Königs atemberaubende Landschaftsbilder an die Wand projizieren und konfrontiere alle, die mit dabei sind, mit dem großen Manko unserer Zeit: Vertrauen. Viel Freude und mehr ist mit jeder Lese-Show und jedem Buchverkauf verbunden – nicht nur für mich als Autor und Präsentator, sondern auch für LeserInnen, Publikum und zusätzlich noch für das Jugendrotkreuz und die Aktion „Licht ins Dunkel“, denen ich jeweils ¼ meines Reinerlöses aus dem Projekt und literarischen/sexualpädagogischen Asta-Workshops spende.

Mein bisher größer beruflicher Erfolg war: Jugendlichen in Ober- und Niederösterreich im Zeitraum von 2002 bis 2012 im Rahmen eines gewaltpräventiven/gesundheitsförderlichen Pilotprojektes authentisch zu vermitteln, dass man in einer respektvollen Atmosphäre (vielleicht zum ersten Mal im Leben) entspannt, ernsthaft und humorvoll zugleich über Liebe, Sex(ualität) und zwischenmenschliche Beziehungen reden kann.

Song Contest bedeutet für mich…: …ein von vielen teilnehmenden Rundfunkanstalten (u.a. ORF) unentdecktes Tool, um 1. die nationale Kreativbranche zu fördern, 2. das eigene professionelle Potenzial auszuschöpfen und 3. wirtschaftliche Umwegrentabilität für den Austragungsort und das gesamte Sendegebiet zu lukrieren. Daher mein Engagement als Creative Consulter im Rahmen des Projektes Fire For Victory samt Blog vienna12points.wordpress.com. Außerdem ist der Liederwettbewerb der EBU jährlich die größte Party der Welt, die Europa emotional auf eine Weise verbindet, wie es kein anderes transnationales Massenphänomen (nicht einmal die EU!) vermag.

Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg – was ärgert Dich mehr und warum?
Ich empfinde andere nicht als Konkurrenten/Mitbewerber oder als Menschen, mit denen ich um die Wette laufe. Dieser Zugang entspringt der kapitalistischen Marktlogik und einer Leistungsdenke, die nur am Rande etwas mit meiner persönlichen „Glückslogik“ zu tun haben. Ich gönne jedem das Gefühl von Anerkennung, Zuspruch und Sympathie. Du kennst sicher, wie das ist, wenn man sich mit jemandem mitfreut – einfach nur schön, nicht wahr?
Erfolg hat oft so seine Folgen, mit denen viele Berühmte und Promis nicht oder weniger erfolgreich zurecht kommen (siehe Amy Winehouse, Jörg Haider, Werner Schwab, Romy Schneider,etc.). Unzählige Leichen pflastern nicht nur im übertragenen Sinne den Weg des energetischen Zustands namens „Erfolg“. Ist das wirklich erstrebenswert? Auf diese Weise betrachtet ärgert es mich gar nicht, wenn das eine oder andere meiner Projekte erfolg-/folgenlos zu Grabe getragen wird und sich bis dato kein Hype um meine Person, genauer gesagt mein Ego, entwickelt hat. Ich bin dankbar für meinen inneren Frieden und eine Handvoll Freundschaften, die mich durch alle Lebenslagen tragen und die Versuchung nach Erfolg zu streben auf Sparflamme halten.

Was macht Dich trauriger – unerfüllte Träume, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?
Weder noch. Auf in Erfüllung gegangene Träume blicke ich mit schönen Erinnerungen und einem Lächeln zurück (z.B. als ich 2004 für meine Consultingtätigkeit Ehrengast der EBU beim Eurovision Song Contest in Istanbul war) und unerfüllte Träume sind wie Samenkörner, die in der verschwenderischen Fülle, wie sie uns auch in der Natur begegnet, einfach nicht aufgegangen sind. Nicht alle Träume sind Schäume, wie es das Sprichwort sagt, aber herzlich viele. Daher gilt es diese zu sichten und zu sortieren, ja die einen von anderen auszusieben, um sich nicht in irrealen Welten zu verlieren, sondern sich und sein Umfeld in visionären Möglichkeiten wiederzufinden. Das ist im Grunde auch die Arbeitsgrundlage des Kreativbetriebes Traumsieberei OG, den ich 2011 mit dem Künstler und Raumgestalter Günther König gegründet habe und über den ich die meisten meiner beruflichen Tätigkeiten (Politik- und Organisationsberatung, Sexualpädagogik, Kommunikationstraining, PR-Optimierung,…) abwickle.

Das ist neu und gut: Meine Zusammenarbeit mit glaubwürdigen Politikern mit Charakter und Altruismus im Herzen (auf Landes-, Bundes- und ab 2014 auch auf EU-Ebene).

Das ist neu und schlecht: Die Streichung a) der öffentlichen ORF-VorentscheidungsShow für den Eurovision Song Contest und b) von Musikfördergeldern im ORF-Budget 2014.

Das letzte Mal habe ich gelacht, als…: …ich heute mit einem Freund videotelefoniert habe.

Das letzte Mal habe ich geweint, als …: …ich die fixe Vorstellung über eine mir wichtige zwischenmenschliche Beziehung losgelassen habe.

Wie leicht fällt es Dir, mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihm im Bett wäre?
Wenn ich mit einem attraktiven Menschen spreche – egal wie er/sie gesellschaftlich definiert wird – kann ich mich wunderbar auf den Inhalt unseres Gesprächs konzentrieren und meine Fantasien im Hinterkopf behalten …oder diese bei Gegenliebe in die Tat umsetzen 😉

 Lebenslanger aufregender, absolut geiler Sex, dafür Führerschein aufgeben. Oder Führerschein behalten inklusive tolles Auto – was würdest Du wählen? Oder gibt es einen fairen Deal?
Bitte bitte, bin ganz stark für einen fairen Deal: Autos kann ich mir im Fall der Fälle eh von FreundInnen ausborgen und lebenslanger(!), ständig aufregender, absolut geiler Sex klingt eher als eine Drohung als anstrebenswerter Dauerzustand 😉

Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?
Nachforschen ist eine Form des Nachdenkens. Beides führt mich in die Irre, sollte ich je wieder einmal an so etwas wie „Wahrheit“ interessiert sein.

Träumer oder Realist?
Obwohl ich mich nicht mit Astrologie beschäftige, auf diese Art und Weise eine Antwort: Steinbock (Realist), Aszendent Fische, knapp am Wassermann vorbei (Träumer).

Das gibt es beruflich Neues bei mir:  Das erfährst du leicht auf folgenden Facebook-Seiten, auf die du auch zugreifen kannst, falls du nicht bei Facebook registriert bist:
ASTA-Trilogie 
Grenzland Demokratie 
Fire For Victory (SongContest-Consultingprojekt des Beratungsstudios DAS!ALLES)

www.traumsieberei.at
http://grenzlanddemokratie.wordpress.com/

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