Schlagwörter

, , , , ,

Nächste Woche ist es also so weit: Die lang angekündigte und mit Spannung erwartete Glee- Farewell- und Tribut-Folge an Cory Monteith alias Finn Hudson wird über die Bildschirme flimmern – und das sogar in ganzen 60 anstatt 40 Minuten.

Nun ist auch der Trailer erschienen. Und soviel ist jetzt schon klar: Taschentücher bereithalten! Die Emotionen werden überkochen, es wird ein (trauriges) Highlight in der Glee- und der gesamten TV-Geschichte werden. Faszinierend ist die Episode natürlich deshalb, weil hier auf einzigartige Weise die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen: Wenn sich Rachel in Tränen aufgelöst an die Schulter von Mr. Shue lehnt, dann trauert auch Lea Michele an der Seite ihres Kollegen Matthew Morrison ihrer großen Liebe nach. Hier spielen die Schauspieler nicht, sie verarbeiten ihre wahre Emotionen vor der Kamera. Das macht natürlich auch das Zusehen schmerzhaft, fasziniert aber auch auf morbide und erschreckende Art und Weise. Gerüchten zufolge soll ein Trauerberater am Glee-Set gewesen sein, um den Schauspielern bei diesem harten Dreh (und darüber hinaus) seelischen Beistand zu leisten. Aber, dass muss man hier auch mal sagen: Hut ab vor dem großen Mut aller AkteurInnen, die hier öffentlich ihr Gefühlsleben zur Schau stellen. Besonders Lea Michele gebührt Anerkennung – schließlich war sie es, die beschloss, Glee nach dem Tod ihres Freundes (und angeblich Verlobten) nicht enden zu lassen. Ein Wort von Hauptdarstellerin Michele, und das Finale der vierten Glee-Staffel wäre die letzte Episode gewesen.

Mit dieser Folge nimmt Glee also endgültig Abschied von einen seiner beliebtesten Protagonisten – vor und hinter der Kamera. Man darf sich sicher sein, dass die AutorInnen dies mit genügend Sensibilität und Fingerspitzengefühl tun werden. Angeblich sollen in dieser Folge auch die Schauspieler selbst von Monteith Abschied nehmen, in dem sie ihm mit persönlichen Worten die letzte Ehre erweisen.

Ob auch Finn an einer Überdosis Drogen stirbt oder an eine andere Todesursache gewählt wurde, ist noch nicht bekannt. Da hier sowieso bereits die Realität-Fiktions-Grenzen aufgehoben werden, wäre es aber begrüßenswert, auch Finn an Drogen sterben zu lassen. Es wäre eine einmalige Chance für die Serie, ihre (jungen) ZuseherInnen vor den Gefahren von Drogen zu warnen – denn mit dem wahren Tod Monteiths geht diese intensive und starke Message weit über den üblichen (und oft scheinheiligen) moralischen Zeigefinger hinaus. Und: Glee ist seit jeher bekannt dafür, nicht vor heiklen Themen zurückzuschrecken. Es wäre ganz im Sinne von Cory Monteith gewesen, wenn sich wenigstens eine Person nach dieser Folge von den Drogen abwendet.

Advertisements