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Nach Monaten des Spekulierens ist die Bombe nun geplatzt: Die Hauptrollen in der Verfilmung des SM-Bestsellers „50 Shades of Grey“ (den übrigens nur frustrierte Hausfrauen wirklich erotisch und gar skandalös finden) wurden bekannt gegeben. Und zwar von „Shades“-Autorin E .L. James höchstpersönlich. Auf Twitter zwitscherte sie: „Der großartige und talentierte Charlie Hunnam wird Christian Grey spielen in der Film-Adaption von ‚Fifty Shades of Grey.“ Na bumm.

Und auch die Rolle der Anastasia Steele wurde endlich besetzt: Das Mauerblümchen-turns-Sexsklavin wird Dakota Johnson spielen, Tochter von Beauty-OP-Opfer Melanie Griffith.

Anscheinend will man bei der Verfilmung auf relativ unbekannte Gesichter setzen. Die richtige Entscheidung?

Charlie Hunnam: Vom schwulen Teenie zum SM-Gott

Der britische Schauspieler Charlie Hunnam ist Serienfans vor allem als Bad Boy Jex Teller im Motorrad-Epos „Sons of Anarchy“ bekannt. Das Image des Bad Boys hat er jedoch bereits seit dem 2005er Film „Hooligans“ (mit Elijah Wood) an sich haften. Die Charles-Dickes-Verfilmung „Nicholas Nickelby“ machte Hunnam einem größeren Publikum bekannt. Seine erste große Rolle hatte er allerdings in der britischen Version der Serie „Queer as Folk“, in der er den 15-jährigen Nathan spielt, der gerade sein Coming Out erlebt und sich in den viel älteren Macho Stuart Alan Jones verliebt.

Vom schwulen Teenie zum SM-Gott also. Zwischendurch ein harter Biker. Interessant. Hunnam scheint also eine Bandbreite an Rollen spielen zu können. Vielleicht auch den kinky Christian Grey.

Dakota Johnson: Aus dem Schatten der berühmten Mutter treten

Die 24-jährige Blondine ist die Tochter des berühmten Ex-Promi-Paares (in allen Bedeutungen des Wortes) Don Johnson und Melanie Griffith. Johnson gab ihr Schauspieldebüt im Jahr 1999 in der Komödie „Verrückt in Alabama“. Ihre nächste Rolle übernahm sie erst mehr als eine Dekade später im Erfolgsfilm „The Social Network“. Seither wirkt sie sowohl in Film- als auch in Fernsehproduktionen mit, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Seit mehreren Jahren ist sie zudem als Model tätig. Und: 2006 wurde sie zur „Miss Golden Globe“ gekürt. Immerhin.

Soweit, so langweilig. Weshalb ich auch nicht viel zu Johnson sagen kann. Außer, dass sie für mich ziemlich farblos wirkt. Vielleicht braucht man das ja auch als Anastasia Steele. Man sollte ihr vielleicht eine Chance geben.

Wenn man mich fragen würde …

… was natürlich keiner macht, dann hätten Ryan Gosling und Emma Watson Mr. und Mrs. Grey werden sollen. Eine sehr interessante und vor allem talentierte und charismatische Paarung wäre das gewesen. Die ehemalige Harry Potter-Freundin als Sexsklavin? Na hallo, das hätte für Aufsehen gesorgt! Auch Alexis Bledel hätte ich mir gut als Anastasia Steele vorstellen können – wer die vierte Staffel von „Mad Men“ gesehen hat, weiß, wie sexy und verrucht Bledel sein kann.

Stattdessen werden uns jetzt zwei SchauspielerInnen vor die Nase gesetzt, die ein gewisses enttäuschendes Gefühl auslösen. Oder noch schlimmer: Ein gleichgültiges „Aha“-Gefühl. Aber eigentlich eh egal: Ich werde mir „50 Shades of Grey“ sowieso nicht im Kino ansehen. Weil ich schon nicht das Buch gelesen habe. Jeden Trend muss man einfach nicht mitmachen.

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