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Ihr wollt euch alt fühlen? Bitte sehr: 10 Jahre ist es bereits her, als das Non-Plus-Ultra-Teen-Drama “The OC” Premiere feierte. Und uns unschlagbare Charaktere wie Seth Cohen oder Summer Roberts vorstellte und zum Teil unseres Lebens machte. An Jolie Cooper denken wir natürlich auch gerne zurück. Die ultimative MILF, bevor es den Ausdruck überhaupt gab.

Vor 10 Jahren, man mag es aus heutiger Sicht nicht glauben, hat das TV noch anders ausgesehen. “The OC” hat, trotz schwächelnder dritten und vierten Staffel, die Serienlandschaft verändert. Beispiele? Bevor Meta-TV mit “Supernatural” oder “Community” Gang und Gäbe wurde, gab’s “The OC”, das sich mit der fiktionalen Show “The Valley” herrlich selbst aufs Korn nahm. Eltern waren endlich wieder cool und bekamen sogar eigene Storylines und Mode und Musik waren so viel mehr als bloß nette Draufgaben (nämlich in Wirklichkeit essentielle Bestandteile vieler Storyplots). Und mit “Chrismukkah” hat “The OC” das religiöse Weltbild endgültig verändert.

Aber da gab’s ja noch so viel mehr.

Zumindest die erste Season von “The OC” legte ein Tempo vor, wie man es im TV zuvor noch nie gesehen hatte. Da passierten Dramen auf Dramen und Dramen, und spätestens ab Folge 10 hatte man das Gefühl, die Serie schon mindestens ein ganzes Jahr lang zu verfolgen, soviel ist passiert im Nobelort Orange County. THAT’S STORYTELLING, FOLKS! Nur schade, dass der Show zum Schluss dann bereits die Ideen ausgingen – hatte man sie doch bereits im ersten Jahr alle verbraten.

Und dann, ja dann, gab’s Seth Cohen. Lange bevor es “The Big Bang Theory” gab, schaffte es “The OC”, Nerds wieder cool zu machen. Zugegeben, beim Anblick von Adam Brody fällt es schwer, tatsächlich an einen freakigen Nerd ohne Freunde zu denken. Aber macht nix. Brody spielte Seth Cohen mit derart viel Körpereinsatz, derart viel Ironie und vor allem mit derart viel Charme, dass er heute, 10 Jahre später, jener Charakter ist, an den man sich am besten erinnert. Und am liebsten. Cohens One-Liners sind das, was ein gutes Drehbuch ausmacht – und was einem half, den ach so introvertierten Draufgänger Ryan zu ertragen.

Apropos: Seth und Ryan sind DER Inbegriff einer TV-”Bromance”. Und wieder: Lange bevor es McDreamy und McSteamy (“Grey’s Anatomy”), Damon und Alaric (“Vampire Diaries”), Shawn und Gus (“Psych”) oder Troy und Abed (“Community”) gab. Nice. And soo romantic.

Danke, “The OC”. Du hast uns mehr gegeben, als wir damals zu schätzen wussten. Du hast uns den coolsten Titelsong der TV-Geschichte beschert. Du warst unser Lieblings- “guilty pleasure”.

Du hast die Popkultur für immer verändert.

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(c) FOX

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