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Mit ihrem vierten Studioalbum „Golden“ liefert die Country-Band Lady Antebellum das ab, was man von ihnen erwartet. Harmonischer Country-Pop, der ins Ohr geht, aber nicht überrascht.

Lady Antebellum wissen, wie’s geht: Sie rocken gerade so viel, um von Mainstream-Fans begeistert aufgenommen zu werden, und sind gleichzeitig immer noch Country genug, um eine der gegenwärtig erfolgreichsten Bands in eben diesem Genre zu sein. Diese durchaus erfolgreiche Symbiose zweier Musikwelten, die sich in einer Band vereinen, hört man auch deutlich auf „Golden“, dem mittlerweile vierten Studioalbum der mehrfach Grammy-prämierten US-Band.

Up-Tempo und melancholische Balladen

Nachdem das Trio (Charles Kelly, Hillary Sott und Dave Haywood) auf dem Vorgänger „Own the night“ etwas härtere Töne anschlug (was immer das bei Lady Antebellum auch heißen mag), gibt es auf „Golden“ wieder mehr Up-Tempo-Gute-Laune-Songs, wie beispielsweise „Better Off Now (That You’re Gone)“, „Long Teenage Goodbye“ und allen voran die Vorab-Single „Downtown“. All diese Songs scheinen für die Bühne geschrieben worden zu sein und haben auch durchaus das Potenzial, Tausende von Country-Pop-Fans mitzureißen. Bei keinem Lady Antebellum-Album dürfen natürlich auch melancholische Balladen, die ans Herz gehen, fehlen – diese Schiene bedienen auf „Golden“ u.a. „It Ain’t Pretty“ und „Better Man“. Letzterer ist, ähnlich wie der titelgebende Track „Golden“, ein Song im traditionellen Lady Antebellum-Stil: Mandolinen hier, Banjos dort, und natürlich die unvergleichliche Harmonie von Kelly und Scott. Deren Stimmen scheinen sich auf jedem Track zu umarmen, zu umschmeicheln, miteinander zu spielen. Großartig, hypnotisierend. Das hat sich auch auf „Golden“ nicht verändert.

Keine Überraschungen

Apropos Änderungen: davon gibt es auf „Golden“ nicht all zu viel. Jeder der Tracks könnte auch auf einem anderen Lady Antebellum-Album erschienen sein, man hat alles ähnlich oder sogar beinahe gleich von der Band schon einmal gehört. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes – Lady Antebellum liefern den Sound, den man von ihnen erwartet und der sie berühmt und erfolgreich gemacht hat. Aber die Band ist auch an einem Punkt der Karriere angelangt, wo sie es sich leisten könnte, das eine oder andere Risiko einzugehen. So ist „Golden“ ein durchaus gelungenes und harmonisierendes, aber kein überraschendes Album geworden.

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